Nachfolgende Einordnung stellt eine satirisch zugespitzte Meinungsäußerung auf Grundlage der veröffentlichten Jahresabschlüsse sowie der veröffentlichten Zuchtschautermine dar.
Sie behauptet keine unwahren Tatsachen, sondern kommentiert Fragen der Kostenverteilung, Transparenz und wirtschaftlichen Darstellung einzelner Bereiche.
Nachdem nun die Jahresabschlüsse veröffentlicht wurden und der Bereich Zucht darin erfreulich positiv erscheint, darf man offenbar aufatmen:!
Endlich gibt es einen Geschäftsbereich, der sich scheinbar fast von selbst trägt.
Denn wer braucht schon Personalkosten, wenn Arbeit vermutlich kostenneutral erledigt wird? Wer braucht Mietkosten, wenn Räume sich möglicherweise unentgeltlich bereitstellen? Wer braucht Softwarekosten, wenn Daten sich vielleicht eigenständig verwalten? Wer braucht Reisekosten, Mietwagen oder Schulungsaufwand, wenn Organisation und Qualifizierung anscheinend ohne finanziellen Mitteleinsatz funktionieren?
Betrachtet man die veröffentlichten Zahlen, entsteht zumindest der bemerkenswerte Eindruck, dass der Bereich Zucht wirtschaftlich unter Idealbedingungen arbeitet.
Andere Bereiche kämpfen mit Kosten, Defiziten und strukturellen Belastungen, während hier ein positives Ergebnis erscheint, das sich von vielen typischen Gemeinkosten weitgehend unberührt zeigt.
Zum Beispiel nicht, ob Personalleistungen aus der Geschäftsstelle tatsächlich an anderer Stelle verbucht wurden. Auch nicht, ob Infrastrukturkosten zentral laufen und deshalb im Bereichsergebnis nicht sichtbar werden. Ebenso wenig, ob Verwaltungsaufwand, IT, Kommunikation, Buchhaltung, Raumkosten oder organisatorische Unterstützung verursachungsgerecht zugeordnet wurden.
Und falls Zuchtschautermine nun veröffentlicht werden, kann man dies nur als Ausdruck wirtschaftlicher Stärke verstehen. Wenn ein Bereich bilanziell glänzt, liegt es nahe, ihn weiter auszubauen. Dass positive Ergebnisse allerdings besonders dann entstehen können, wenn wesentliche Kosten an anderer Stelle auftauchen, ist sicher nur ein theoretischer Gedanke.
Bis dahin bleibt festzuhalten: Die veröffentlichten Zuchtschautermine kommen zu einem interessanten Zeitpunkt. Gerade nachdem der Bereich Zucht im Zahlenwerk erfreulich stark wirkt, darf die Öffentlichkeit nun sehen, wie erfolgreich Erfolg aussehen kann.
25. 4. 26 - WRWS/DQHA - Höveler-DQHA-Zuchtschauen 2026 – Alle Termine auf einen Blick.
Auch im Jahr 2026 freuen wir uns, gemeinsam mit engagierten Züchterinnen und Züchtern aus ganz Deutschland die „Höveler-DQHA-Zuchtschauen“ durchzuführen.
© DQHA
Bei den Veranstaltungen steht die Beschreibung und Vorstellung von American Quarter Horses im Mittelpunkt – gleichzeitig bieten die Zuchtschauen eine hervorragende Möglichkeit zum Austausch innerhalb der Zuchtszene.
Ob Fohlen, Jährlinge, Stuten oder Wallache – die Teilnahme an einer DQHA Zuchtschau bedeutet Sichtbarkeit für Ihre Zuchtarbeit und Ihr Pferd, professionelle Beschreibung durch geschulte Zuchtrichter und die Chance auf Auszeichnungen im Rahmen des Zuchtprogramms der DQHA. Die Veranstaltungen werden regional organisiert, in Zusammenarbeit mit bewährten Partnern und Gastgebern.
Einige Termine beinhalten auch eine Leistungsprüfung bei ausreichender Starterzahl.
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25. 4. 26 - WB - EWU-Sport: Zeitpläne für die Doppelshows Kreuth (BAY) und Aachen (RHLD)/ Pattern für die A/Q-Turniere Burgebrach (BAY), Haren (BRE), Florstadt (HES) und Seppenrade (WESTF) mehr...
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24. 4. 26 - WRWS / DQHA : Judith Kaiser postet auf Facebook:
Nachfolgende Einordnung basiert ausschließlich auf den im Mitgliederbereich veröffentlichten Jahresabschlüssen 2022 bis 2025, der Einladung zur Mitgliederversammlung am 25. April 2026 sowie den dort enthaltenen Angaben zur geplanten Sonderumlage. Es handelt sich um eine sachliche wirtschaftliche Bewertung zur Information der Mitglieder. Sie ersetzt weder eine Abschlussprüfung noch eine rechtliche Bewertung einzelner Entscheidungen.
Kurz vor der Mitgliederversammlung am 25. April 2026 wurden die Jahresabschlüsse 2022 bis 2025 veröffentlicht.
Laut Einladung war die Versammlung zuvor verschoben worden, weil die Jahresabschlüsse 2024 und 2025 aufgrund außergewöhnlich hoher Arbeitsbelastung nicht fristgerecht fertiggestellt werden konnten. Gleichzeitig wird betont, dass transparente und belastbare Berichterstattung höchste Priorität habe.
Was zeigen die Zahlen insgesamt?
Besonders zentral ist die geplante einmalige Sonderumlage von 35 Euro je Mitglied.
Laut Einladung soll diese der Sicherstellung der Liquidität dienen und steht im Zusammenhang mit einem Sanierungs- beziehungsweise Fortführungskonzept.
Gerade hier entsteht weiterer Klärungsbedarf, weil nach den veröffentlichten Unterlagen jedenfalls Teile der Zahlen für 2024 und 2025 vorläufigen Charakter hatten beziehungsweise kurzfristig veröffentlicht wurden. Vorläufige Zahlen können sich durch Abschlussbuchungen, Abgrenzungen, Forderungsbewertungen, Rückstellungen oder Korrekturen noch verändern.
Für die Mitgliederversammlung ergeben sich daher insbesondere folgende Fragen:
Mitglieder zahlen Beiträge, sollen über Umlagen abstimmen und tragen den Verband insgesamt. Deshalb besteht ein berechtigter Anspruch auf vollständige, nachvollziehbare und rechtzeitige Informationen. Genau daran müssen sich Zahlenwerk, Einladung und Beschlussvorlagen messen lassen.
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21. 4. 26 - WRWS/FN - GOT: Pferdesport Deutschland fordert sofortige Entlastung der Pferdehalter.
Verbände übergeben dringendes Anliegen an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer.
Gestiegene Kosten stellen viele Pferdehalter vor finanzielle Probleme.
Die Lage im deutschen Pferdesektor spitzt sich dramatisch zu – die Folgen der gestiegenen Tierarztkosten durch die Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind inzwischen überall spürbar. Pferdesport Deutschland, Deutscher Galopp und der Hauptverband für Traberzucht haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer daher gemeinsam einen Brief übermittelt, der den sofortigen Handlungsbedarf herausstellt. Hintergrund ist die laufende Evaluierung der GOT, die aus Sicht der Branche weder umfassend noch realitätsnah angelegt ist und die Pferdebranche vor erhebliche Probleme stellt.
„Deutschland ist als Pferdeland in eine nie dagewesene Krise geraten. Weitere Anstiege bei den tierärztlichen Gebühren sind nicht verkraftbar. Ein Abwarten auf die Ergebnisse der nicht allumfassenden Evaluierung ist nicht hinnehmbar“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Eines möchten wir vorwegschicken. Tierärztliche Leistungen müssen angemessen vergütet werden. Jedoch ist an vielen Stellen die Grenze der Belastbarkeit erreicht und überschritten“, betonen die drei Präsidenten Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen (Pferdesport Deutschland), Dr. Michael Vesper (Deutscher Galopp) und Peter Weihermüller (Hauptverband für Traberzucht) gemeinsam.
Auslöser für das gemeinsame Vorgehen ist ein Gruppeninterview im Rahmen der Evaluation, das deutlich machte, wie gravierend die negativen Auswirkungen der GOT-Novelle 2022 auf den Pferdesektor sind. Die Vertreter der AFC Public Services, die die Evaluierung im Auftrag des Bundesministeriums durchführen, zeigten sich im Gespräch sichtbar überrascht von Ausmaß und Tiefe der Problematik. Für die Verbände wurde damit unmissverständlich klar: Die derzeitige Evaluierung greift zu kurz, sie untersucht die Folgen für Tierhalterinnen und Tierhalter nicht und sie beantwortet nicht die zentrale Frage, wie eine wirtschaftlich tragfähige tierärztliche Versorgung für alle Beteiligten langfristig gesichert werden kann.
Die Präsidenten der drei Verbände machen deutlich, dass die Probleme weit über steigende Behandlungskosten hinausgehen. Die Pferdezucht verzeichnet dramatische Rückgänge bei den Bedeckungszahlen, Reitschulen schließen in alarmierender Häufigkeit, und immer mehr Pferdehalter stehen vor der Existenzfrage, ob sie sich ihr Pferd überhaupt noch leisten können. Fachleute berichten von zunehmenden wirtschaftlich bedingten Einschläferungen und Schlachtungen sowie einer wachsenden Zahl von Tieren, die verzweifelt an Hilfsorganisationen abgegeben werden. Gleichzeitig werden notwendige tierärztliche Behandlungen häufiger aufgeschoben – ein klarer Rückschritt für den Tierschutz.
Zudem sehen die Verbände den Umstand, dass die Tierärzteschaft selbst zunehmend die Folgen bemerkt. Viele Pferdehalter wenden sich aus Kostengründen ab, Praxen verlieren Kundschaft.
Die Präsidenten beschreiben noch eine weitere Entwicklung: Der steigende Anteil von Praxen in Fremdbesitz führt dazu, dass ein großer Teil der finanziellen Last nicht der veterinärmedizinischen Versorgung, sondern Kapitalgesellschaften zugutekommt. Die Folgen dieser Entwicklung werden in der laufenden Evaluierung jedoch bislang nicht untersucht.
Die drei Verbände fordern deshalb eine Erweiterung des Evaluationsauftrags. Nur eine umfassende Analyse könne gewährleisten, dass sowohl die Interessen der Tierärzteschaft als auch die derjenigen, die die Gebühren bezahlen müssen, berücksichtigt werden – so wie es § 12 der Bundes-Tierärzteordnung auch vorschreibt. Diese Interessen wurden bereits 2022 nicht erhoben; ein erneutes Versäumnis wäre aus Sicht der Branche nicht nur sachlich falsch, sondern politisch unverantwortlich.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das eine bindende Gebührenordnung für tierärztliche Leistungen vorschreibt. In anderen Branchen – etwa bei Architekten und Ingenieuren – haben sich in Deutschland unverbindliche Honorarstrukturen längst bewährt. „Wir fordern die umgehende Aufhebung der Verbindlichkeit der Gebührenordnung, um eine sofortige Entlastung der Verbraucher zu erreichen. Unserer Auffassung nach sollte die Vergütung tierärztlicher Leistungen Abstimmungssache zwischen Pferdehalter und Tierarzt sein“, erklären die Präsidenten und fahren fort: „Die GOT kann bei dabei einen orientierenden, aber nicht verbindlichen Rahmen bieten. So ist es beispielsweise in Österreich geregelt.“
Die Präsidenten betonen in ihrem Schreiben die enge Verbundenheit der Pferdebranche mit der Tierärzteschaft. Das Ziel sei kein Gegeneinander, sondern ein verlässlicher Rahmen, der es beiden Seiten ermöglicht, ihrer Verantwortung gegenüber Tier und Mensch gerecht zu werden. Die Verbände bieten dem Minister deshalb ein kurzfristiges persönliches Gespräch an, um die Lage umfassend darzustellen und Lösungsschritte gemeinsam zu erarbeiten.
Pferdesport Deutschland/sag
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Die Beiträge der vorangegangenen Wochen finden sich im WRWS-Monats-Archiv.
