14. 3. 26 - WRWS / DQHA - Judith Kaiser postet auf Facebook:
Ich bin maßlos enttäuscht, unendlich traurig und beerdige für mich persönlich die DQHA.
Über viele Jahre war dieser Verband für mich weit mehr als nur ein Verein. Er war eine Gemeinschaft von Züchtern, Reitern, Trainern und Pferdemenschen, die eine gemeinsame Leidenschaft verbindet. Eine Gemeinschaft, die über Jahrzehnte gewachsen ist und die viele von uns geprägt hat. Um so schwerer fällt es mir, heute diesen Punkt zu erreichen.Ich habe in den vergangenen Monaten bewusst viele Fragen gestellt, Protokolle gelesen, Entwicklungen verfolgt und versucht, eine Diskussion anzustoßen. Nicht aus Freude an Kritik, sondern weil mir dieser Verband immer wichtig war.
Doch je mehr Informationen öffentlich werden und je mehr Entwicklungen sichtbar werden, desto weniger erkenne ich die Strukturen wieder, die einen Verein langfristig tragen können. Es zeichnet sich derzeit nicht ab, dass sich an den grundlegenden Strukturen innerhalb der DQHA etwas ändern soll.
Ich persönlich bin nicht bereit, eine Einmalumlage in ein System zu zahlen, in dem Geld ohne tiefgreifende strukturelle Veränderungen eingesetzt würde. Eine solche Umlage würde nach meiner Einschätzung lediglich Zeit kaufen. Realistisch betrachtet würde sie vermutlich maximal bis zum nächsten Jahr reichen. Danach stünde der Verein sehr wahrscheinlich erneut vor denselben Problemen.
Wenn Mitglieder zusätzliches Geld einbringen sollen, braucht es zuvor Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und ein tragfähiges Konzept für die Zukunft.
Aus diesem Grund werde ich meine Kündigung einreichen.
Auf der kommenden Mitgliederversammlung werde ich selbstverständlich anwesend sein und gegen eine Einmalumlage stimmen. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht. Er ist verbunden mit viel Enttäuschung und auch mit Trauer über das, was aus einer über Jahrzehnte gewachsenen Gemeinschaft geworden ist.
Disclaimer
Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung und Wahrnehmung als Mitglied wieder. Grundlage sind öffentlich zugängliche Informationen, insbesondere veröffentlichte Protokolle von Mitgliederversammlungen sowie Gespräche und Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft. Der Beitrag enthält keine Tatsachenbehauptungen über einzelne Personen oder deren Motive. Ziel ist ausschließlich die persönliche Einordnung der aktuellen Situation des Vereins.Die Meinungsfreiheit ist durch Artikel 5 des Grundgesetzes geschützt.
14. 3. 26 - WRWS / DQHA - Judith Kaiser pstet auf Facebook:
Vor einigen Tagen habe ich mein Schreiben an die Zuchtleitung der DQHA veröffentlicht. Darin habe ich eine Reihe konkreter Fragen zur Organisation und Finanzierung des Bereichs Zucht gestellt.
Hintergrund dieser Fragen ist die aktuell angespannte finanzielle Situation des Verbandes und die Diskussion darüber, dass auf der kommenden Jahreshauptversammlung möglicherweise eine Einmalumlage beschlossen werden könnte, um den Verband finanziell zu stabilisieren. Gerade vor diesem Hintergrund erscheint es aus meiner Sicht selbstverständlich, dass Mitglieder nachvollziehen können, wie einzelne Bereiche des Verbandes organisiert sind und welche finanziellen Strukturen dort bestehen.
Inzwischen liegt eine Rückmeldung der Zuchtobfrau vor.
Der Eingang meiner Fragen wurde bestätigt. Eine inhaltliche Beantwortung erfolgte jedoch nicht. Stattdessen wurde mitgeteilt, dass für eine umfassende Antwort zunächst weitere Recherchen notwendig seien. Damit musste ich erfahrungsgemäß rechnen. >Nach der geltenden Zuchtrichterordnung der DQHA wird eine offizielle Liste aller geprüften und ernannten Zuchtrichter geführt und den Mitgliedern auf der Website zugänglich gemacht. Zitat: >„Alle von der DQHA geprüften und ernannten Zuchtrichter werden in der Zuchtrichterliste der DQHA geführt. Diese wird auf der Website der DQHA im Mitgliederbereich veröffentlicht.“ DQHA Zuchtrichterordnung, Stand 08.09.2025.
De facto ist eine solche Liste auf der Website der DQHA derzeit nicht auffindbar. Auch aus den Ergebnislisten der Zuchtschauen sind keine Zuchtrichter zu entnehmen. In meinem Schreiben habe ich daher ausdrücklich um Übersendung der aktuell geführten Zuchtrichterliste gebeten. Trotz der Bestätigung des Eingangs meiner Anfrage wurde mir eine solche Liste bislang nicht zur Verfügung gestellt, obwohl sie nach der Zuchtrichterordnung ohnehin für Mitglieder auf der Website veröffentlicht sein müsste. Die Zuchtrichterordnung enthält darüber hinaus weitere Regelungen zur Organisation der Zuchtrichter. So liegt die Auswahl der Teilnehmer für die Zuchtrichterausbildung ausdrücklich bei der Zuchtleitung und dem Zuchtausschuss. Zitat: „Die Auswahl der Teilnehmer aus der Zahl der Interessenten obliegt der Zuchtleitung gemeinsam mit dem DQHA Zuchtausschuss.“ Quelle DQHA Zuchtrichterordnung. Auch über die Eignung und damit über die weitere Tätigkeit von Zuchtrichtern entscheidet laut Regelwerk dieselbe Struktur. Zitat: „Die DQHA behält sich vor im Einzelfall über die Eignung zu entscheiden. Diese Entscheidung trifft die Zuchtleitung zusammen mit dem Zuchtausschuss.“
Quelle:
DQHA Zuchtrichterordnung.
Damit ergibt sich eine klare Struktur:
Die Zuchtleitung und der Zuchtausschuss entscheiden über Ausbildung, Auswahl und weitere Tätigkeit der Zuchtrichter. >Gleichzeitig sind jedoch zentrale Informationen über dieses System öffentlich nicht nachvollziehbar.
Es ist derzeit nicht ersichtlich,
• wie viele Zuchtrichter die DQHA tatsächlich führt;• welche Zuchtrichter bei welchen Zuchtschauen eingesetzt werden;
• wie häufig einzelne Zuchtrichter eingesetzt werden und welche Zuchtrichter nicht richten.
Im Turnierbereich der DQHA ist dies anders organisiert.
Dort werden die eingesetzten Richter transparent veröffentlicht, sowohl auf der Website als auch in den jeweiligen Turnierausschreibungen.
Für Zuchtschauen hingegen sind die eingesetzten Zuchtrichter öffentlich nicht ersichtlich.
Im Protokoll der Mitgliederversammlung 2023 wird festgehalten:
„RS erklärt, dass 20.000 Euro mehr für die Zucht eingeplant sind, um Zuchtrichterausbildung und bessere Aufstellung der Zuchtschauen zu finanzieren.“
Quelle:
Protokoll der DQHA Mitgliederversammlung 2023.
Damit wurden zusätzliche Mittel für Ausbildung und Struktur der Zuchtrichter bereitgestellt.
Gleichzeitig ist bekannt, dass Einsätze von Zuchtrichtern mit Tagespauschalen vergütet werden und auch im Zusammenhang mit Zuchtrichterausbildungen finanzielle Aufwendungen entstehen. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso wichtiger, dass Strukturen wie die Anzahl der Zuchtrichter, deren Einsatz bei Zuchtschauen sowie die Organisation der Ausbildung für Mitglieder nachvollziehbar sind. Wenn Mitglieder möglicherweise zusätzlich zur Finanzierung des Verbandes beitragen sollen, darf erwartet werden, dass grundlegende Strukturen und der Einsatz entsprechender Mittel für sie auch nachvollziehbar sind. Das sollte man zumindest erwarten können. Vor diesem Hintergrund stellen sich aus Sicht eines Mitglieds einige naheliegende Fragen. Wenn zusätzliche Mittel in die Zuchtrichterausbildung investiert werden und gleichzeitig über zusätzliche finanzielle Belastungen der Mitglieder diskutiert wird, sollte auch nachvollziehbar sein, wie diese Strukturen tatsächlich aussehen. Hinzu kommt, dass aufgrund der fehlenden Jahresabschlüsse der letzten Jahre die Haushaltsansätze fortgeschrieben wurden und damit auch die vorgesehenen Mittel für diesen Bereich weiterhin angesetzt wurden. Davon gehe ich zumindest aus.
Vor diesem Hintergrund erscheint es umso naheliegender zu klären,
• wie viele Zuchtrichter ausgebildet wurden;
• wie viele Zuchtrichter aktuell aktiv sind;
• wer bei den einzelnen Zuchtschauen eingesetzt wird.
• die aktuelle Zuchtrichterliste der DQHA;
• eine Übersicht aller Zuchtschauen und Hoftermine der vergangenen drei Jahre;
• die jeweils eingesetzten Zuchtrichter bei diesen Terminen.
Disclaimer:
Diese Informationen betreffen keine internen Detailfragen, sondern Strukturen, die laut Regelwerk ohnehin für Mitglieder nachvollziehbar sein sollten. >Sobald hierzu eine inhaltliche Antwort vorliegt, werde ich diese ebenfalls veröffentlichen. Sollte ich keine Antwort erhalten, werde ich auch darüber berichten.Hinweis / Disclaimer Dieser Beitrag dient der Dokumentation von vereinsbezogenen Informationen auf Grundlage öffentlich zugänglicher Dokumente und vereinsinterner Regelwerke. Der Beitrag gibt meine persönliche Einschätzung als Mitglied wieder und erfolgt im Rahmen der Meinungsfreiheit gemäß Artikel 5 des Grundgesetzes.
12. 3. 26 - WRWS / DQHA - Judith Kaiser postet auf Facebook:
Auf mein Schreiben zur Terminwahl der Mitgliederversammlung am 25. April habe ich fachliche Antworten aus zwei Ressorts erhalten. Der Sportobmann sowie die Futurity Managerin haben mir ihre Einschätzungen mitgeteilt, wofür ich mich ausdrücklich bedanke. Eine Stellungnahme des Präsidiums zur eigentlichen Terminentscheidung liegt jedoch weiterhin nicht vor.
Ich veröffentliche nachfolgend mein Schreiben an das Präsidium in anonymisierter Form.
Sehr geehrte Damen und Herren,
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9. 3. 26 - WRWS/DQHA - Judith Kaiser postet auf Facebook:
In den vergangenen Mitgliederversammlungen wurden regelmäßig Tätigkeitsberichte zur Zucht vorgestellt. Eine transparente Darstellung der damit verbundenen Einnahmen und Ausgaben wurde nach dem Inhalt der vorliegenden Protokolle jedoch nicht vorgelegt.
Hierzu gehören insbesondere
Darüber hinaus bitte ich um eine klare Darstellung der organisatorischen Zuständigkeiten zwischen Geschäftsstelle und Zuchtorganisation.
Ich bitte daher um Auskunft,
Sollte ein hauptamtlicher Mitarbeiter der Geschäftsstelle auf Zuchtschauen eingesetzt werden, entstehen hierfür Personalkosten. Diese Personalkosten gehören aus meiner Sicht ebenfalls in eine vollständige Kostenaufstellung der Zuchtveranstaltungen.
Ich bitte daher um eine Darstellung, welcher Anteil der Personalkosten der Geschäftsstelle durch Einsätze auf Zuchtschauen oder Hofterminen verursacht wird und wie diese Kosten in der internen Kostenrechnung des Verbandes berücksichtigt werden.
Nach der Zuchtrichterordnung werden alle geprüften und ernannten Zuchtrichter in einer offiziellen Zuchtrichterliste geführt.
Ich bitte daher um Übersendung der aktuell gültigen Liste.
Ich bitte daher um eine Darstellung, in welcher Form die Zuchtwertschätzung umgesetzt wird und wie der züchterische Fortschritt der Population bewertet wird.
Hinweis / Disclaimer
Es handelt sich nicht um eine rechtliche Bewertung und nicht um einen persönlichen Angriff gegen einzelne Personen, sondern um Fragen zur Transparenz und Organisation der Vereinsarbeit.
9. 3. 26 - WRWS/DQHA - Judith Kaiser postet auf Facebook:
Normalerweise beschränke ich mich darauf, Fragen zu stellen und Fakten zusammenzutragen. In diesem Beitrag geht es mir darum, eine Diskussion anzustoßen.
Viele dieser Sorgen und Gedanken erreichen mich inzwischen regelmäßig in persönlichen Nachrichten.
Mitglieder berichten außerdem von Unstimmigkeiten bei Rechnungsstellungen, deren Klärung teilweise schwierig ist.
Jahresabschlüsse und Bilanzen fehlen über mehrere Jahre.
Sie werden teilweise für mehrere Jahreshauptversammlungen angekündigt, werden dann aber nicht präsentiert.
Der kommissarisch eingesetzte Schatzmeister hat nach eigener Aussage laut Protokoll der Mitgliederversammlung 2025 von Oktober 2024 bis März 2025 nicht an der Buchhaltung gearbeitet. Gleichzeitig musste die Jahreshauptversammlung verschoben werden, weil für die Fertigstellung der Buchhaltung mehr Zeit benötigt wird.
Mehrere Ämter im Verband werden immer wieder kommissarisch besetzt, anstatt durch die Mitgliedschaft gewählt zu werden.
Wer kritische Fragen stellt oder Missstände anspricht, muss teilweise damit rechnen, anwaltliche Schreiben zu erhalten. Teilweise wurden Entscheidungen aus dem Präsidium getroffen mit dem direkten Verweis darauf, dass man bei Nichtgefallen das Schiedsgericht bemühen könne.
Hinzu kommt eine weitere Frage, die derzeit viele Mitglieder beschäftigt. Sollte die finanzielle Situation des Vereins so angespannt sein, dass eine Einmalumlage beschlossen werden müsste, um den Verein zu stabilisieren, stellt sich aus meiner Sicht eine entscheidende Frage.
Ein Verein lebt von Vertrauen, Transparenz und dem Engagement seiner Mitglieder. Ein Ehrenamt sollte nicht als Gegenspieler der Mitgliedschaft wahrgenommen werden, sondern als das, was es eigentlich ist: Menschen, die sich freiwillig für eine Gemeinschaft einsetzen und dafür Anerkennung verdienen.
Deshalb möchte ich eine offene Diskussion anstoßen.
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