6. 8. 26 - WRWS - Monty Roberts ist tot.
Monty Roberts (* 14. Mai 1935 in Salinas, Kalifornien als Marvin Earl Roberts; † 1. August 2026 in Solvang, Kalifornien):
Mit Monty Roberts ist ein schillernder Selbstdarsteller von uns gegangen. 
Mit seinem „Join up“ hatte er zu Beginn seiner Karriere auf vielen Veranstaltungen in Deutschland viel von sich Reden gemacht.
Und hat im Zusammenhang damit auch gern „erwähnt“, dass der Autor des „Pferdeflüsterers“ sich von ihm hätte inspirieren lassen.

Die Kritik an Monty Roberts konzentriert sich vor allem auf wissenschaftliche Zweifel an seinen Verhaltensinterpretationen, die Wirksamkeit und Fairness seiner Join-Up-Methode sowie auf den Show‑Charakter seiner öffentlichen Vorführungen. Mehrere Quellen belegen, dass seine Ansätze zwar einflussreich waren, aber keineswegs unumstritten.

Copilot klärt auf:

Wissenschaftliche Kritik an seinen Verhaltensmodellen

  • Eine psychologische Fachanalyse stellt zentrale Elemente von Roberts’ Theorie infrage, insbesondere:

    • „Language Equus“: Die angebliche universelle Pferdesprache wird als nicht wissenschaftlich belegt kritisiert.

    • „Centaurism“: Roberts’ Annahme, dass Pferde Menschen als Artgenossen wahrnehmen, wird als gefährliche Überinterpretation bezeichnet.

    • Join-Up-Experimente: Ein Pilotversuch zeigte, dass Pferde Roberts’ beschriebenes Verhalten nicht reproduzierten – das „Integrationspferd“ jagte nicht, sondern blieb überwiegend stationär.

  • Die Autoren warnen, dass bestimmte Inhalte seiner Bücher unerfahrene Pferdemenschen und Pferde gefährden könnten.

 

Kritik aus der Pferdeszene

  • Join-Up sei nicht neu, sondern lediglich von Roberts stark vermarktet worden.

  • Kritiker werfen ihm vor, dass seine Shows:

    • Pferde unter Stress setzen, da sie vor großem Publikum auftreten müssen.

    • Pferde lange und intensiv getrieben würden, bis sie erschöpft seien.

    • Teilweise wie ein „Brechen“ des Pferdes zugunsten der Show wirken.

  • Besonders heftig kritisiert wurde ein Fall, bei dem ein Jungpferd in kurzer Zeit zugeritten wurde, nachdem es zuvor stark ermüdet worden war.


Kritik an seinen Büchern und Selbstdarstellung

  • Beobachter bemerken eine starke Selbstinszenierung in seinen Texten.

    • Roberts betone häufig seine eigene Rolle und Verdienste, was als „Selbstbeweihräucherung“ wahrgenommen werde.

  • Auch wird darauf hingewiesen, dass seine Methode nicht vollständig gewaltfrei sei, obwohl er sie so darstellt.

    • Das Wegtreiben im Round Pen ist eine Form von negativer Verstärkung, die nicht mit absoluter Gewaltfreiheit vereinbar ist.


Historischer Kontext

  • Historische Vergleiche zeigen, dass Roberts’ Methoden nicht so revolutionär seien, wie oft behauptet.

    • Viele seiner Prinzipien – Körpersprache, Ausschluss und Wiedereintritt in die Herde – waren bereits lange bekannt.

 

Nichts davon hat also Bestand…
Eine Recherche über die KI Copilot ergibt ein anderes Bild.

Nicholas Evans ließ sich nicht von einem bestimmten realen „Horseman“ inspirieren, auch wenn später oft behauptet wurde, Monty Roberts sei das Vorbild gewesen.
Evans hat das ausdrücklich zurückgewiesen.

 

Was die Quellen sagen

  • Monty Roberts behauptete auf seiner Website, seine Arbeit habe Evans zum Roman Der Pferdeflüsterer inspiriert. → Evans widersprach dieser Darstellung öffentlich: Roberts sei weder das konkrete Vorbild für Tom Booker, noch habe er an den Recherchen mitgewirkt.

  • Die Berichte zeigen außerdem: Roberts distanzierte sich später von einigen körperlichen Trainingsmethoden, die im Film gezeigt werden („Ich würde ein Pferd niemals so anfassen“).

Evans hat sich nicht direkt von Dorrance, Hunt oder Brannaman inspirieren lassen, aber indirekt spielten sie eine große Rolle – über die Reiterwelt, die seine Recherchen geprägt hat, und über den Horseman, der später als technischer Berater des Films fungierte.

Indirekter Einfluss: sehr groß

Die drei Horsemen – Tom Dorrance, Ray Hunt und Buck Brannaman – sind die zentralen Figuren der modernen „Natural Horsemanship“-Bewegung. Ihre Philosophie bildet den geistigen Hintergrund, aus dem Evans schöpfte.

Tom Dorrance

  • Begründer des „Feel, Timing, Balance“-Ansatzes

  • Betonung von feinem, mentalem Arbeiten statt Druck

  • Seine Ideen prägen fast alle modernen Horsemen

Ray Hunt

  • Schüler von Dorrance

  • Vermittelte dessen Philosophie an eine breite Reiterschaft

  • Stark geprägt von der Idee, das Pferd „zu lesen“ statt zu dominieren

Buck Brannaman

  • Schüler von Hunt

  • Derjenige, der die Dorrance/Hunt-Philosophie weltweit populär machte

  • Er war der technische Berater des Films „The Horse Whisperer“

  • Robert Redford orientierte sich bei der Darstellung von Tom Booker klar an Brannaman

Damit gilt: Evans schrieb den Roman ohne direkten Kontakt zu diesen Horsemen – aber die Filmfigur Tom Booker wurde später durch Brannaman geprägt, der wiederum Dorrance und Hunt verkörperte.

Warum die Verwechslung mit Monty Roberts entstand

  • Roberts behauptete öffentlich, Evans habe sich von ihm inspirieren lassen.

  • Evans widersprach: Er habe Roberts nicht getroffen und nicht als Vorbild genutzt.

  • Die tatsächliche Reitphilosophie im Roman ähnelt viel stärker der Dorrance/Hunt-Schule.

Der Film: wurde direkt beeinflusst durch Buck Brannaman.

Auseinandersetzung mit seiner Familie
Seine Mutter und Schwester warfen ihm öffentlich vor, seine Autobiografie The Man Who Listens to Horses enthalte falsche oder übertriebene Darstellungen über Gewalt in der Familie.

Konflikt mit Pferdetrainer-Kreisen
Einige Horsemen (u. a. aus der Dorrance/Hunt-Schule) kritisierten seine Methoden als „Showmanship“ statt „Horsemanship“.

„Zusammenarbeit“ mit der Queen?
Die „Zusammenarbeit“ zwischen Monty Roberts und Queen Elizabeth II wird in der Öffentlichkeit oft dramatischer dargestellt, als sie tatsächlich war. Wenn man die belegbaren Fakten betrachtet, bleibt am Ende deutlich weniger Substanz, als Roberts selbst in Interviews und PR‑Materialien suggeriert.

Einladung nach Windsor
Roberts wurde in den 1990ern einmal nach Windsor eingeladen, um seine „Join‑Up“-Methode zu demonstrieren. Das war kein offizieller Auftrag, sondern eine private Vorführung für die Queen und einige Mitarbeiter des Royal Mews.

Arbeit mit einem nervösen Pferd
Die einzige belegte konkrete Tätigkeit war: Er führte ein unruhiges Rennpferd in eine Startbox („starting gate“) und zeigte, wie man es beruhigt.
Das war keine langfristige Zusammenarbeit, kein Training der königlichen Pferde, kein offizielles Mandat.
Elizabeth II war bekannt dafür, dass sie sich gern mit Pferdetrainern austauschte – von klassischen Renntrainern bis zu Natural-Horsemanship-Leuten. Roberts war einer von vielen, die sie sich einmal angesehen hat.

Der „Orden“ – was war das wirklich?
Roberts behauptet oft, er habe einen „Orden“ von der Queen erhalten. Die Realität:

Es war kein britischer Orden (MBE, OBE, CBE, knighthood etc.)
Er taucht in keiner offiziellen Liste der Honours auf.

Es war eine private Anerkennungsplakette

Die Queen vergab gelegentlich kleine Erinnerungsmedaillen oder Plaketten als Dank für Dienste rund um den königlichen Haushalt oder die Pferdehaltung. Das ist kein staatlicher Orden, sondern eine Art höfliche Anerkennung – vergleichbar mit einem „Royal Household Service Award“.

Keine offizielle Zeremonie, keine Eintragung
Es gibt keine öffentliche Dokumentation, keine Erwähnung im London Gazette, keine formelle Auszeichnung.

Warum das oft überhöht dargestellt wird.

Monty Roberts ist ein begabter Selbstvermarkter. Er formuliert Dinge gern so, dass sie größer wirken:

  • „Ich habe mit der Queen zusammengearbeitet“ → tatsächlich: eine einmalige Demonstration.

  • „Ich habe einen Orden erhalten“ → tatsächlich: eine private Plakette als Dank.

  • „Ich war ihr Berater“ → dafür gibt es keine Belege.

Die britische Presse hat das nie bestätigt, und die Royal Household Records führen ihn nicht als offiziellen Trainer, Berater oder Ausgezeichneten.

Einordnung: Warum ist er dennoch so einflussreich?

  • Roberts hat zweifellos dazu beigetragen, dass gewaltfreie bzw. gewaltärmere Methoden weltweit populär wurden.

  • Seine „Zusammenarbeit“ mit Queen Elizabeth II. verschaffte ihm enorme internationale Aufmerksamkeit.

  • Dennoch bleibt die Fachwelt gespalten: Viele schätzen seine Impulse, andere kritisieren die wissenschaftliche Untermauerung und die Show-Inszenierung.


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4. 4. 26 - WRWS/DQHA - Erste DQHA-Zuchtschau 2026.

Die DQHA ist mit ihrer ersten Zuchtschau des Jahres 2026 in Delmenhorst in die neue Saison gestartet. Neun Pferde waren für die Veranstaltung genannt.
Mit der Zuchtschau auf der Schorschi’s Ranch in Delmenhorst eröffnete die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA) am 1. August 2026 die Zuchtschausaison. Insgesamt waren neun Pferde für die Veranstaltung genannt. Die vorgestellten American Quarter Horses wurden durch zwei DQHA-Zuchtrichter nach dem Zuchtprogramm der DQHA linear beschrieben.

Alle Teilnehmer erhielten einen Gutschein von eHorses sowie einen Lederanhänger der Sattlerei Schoch. Zusätzlich wurden in der Höveler Fohlenwertung die drei besten Fohlen aus der Gesamtwertung der Fohlen-Hengste und Fohlen-Stuten ausgezeichnet. Höveler stellte hierfür Gutscheine im Wert von 100 Euro für den ersten Platz, 50 Euro für den zweiten Platz und 25 Euro für den dritten Platz zur Verfügung.
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DQHA-Zuchtschau in Ennigerloh

Die zweite DQHA-Zuchtschau des Jahres 2026 fand am 2. August auf „Gut Sommersell“ in Ennigerloh statt. Insgesamt waren neun Pferde für die Veranstaltung genannt.© DQHA© DQHA
Die zweite DQHA-Zuchtschau des Jahres führte Züchter, Besitzer und Interessierte am 2. August 2026 nach Ennigerloh auf Gut Sommersell. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die vorgestellten American Quarter Horses von zwei DQHA-Zuchtrichtern nach dem Zuchtprogramm der Deutschen Quarter Horse Association linear beschrieben. Die DQHA veranstaltet jedes Jahr bundesweit Zuchtschauen, auf denen Fohlen, Jährlinge, Stuten und Wallache beurteilt werden. Ziel ist die objektive Bewertung der Pferde und die Dokumentation ihrer Merkmale als Grundlage für die züchterische Entwicklung der Rasse.
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