5. 3. 26 - WRWS / DQHA - Judith Kaiser postet of Facebook:

Die Geschichte vom unsicheren Osterfest
Im großen Ostergarten, gleich hinter dem Komposthaufen der guten Vorsätze, war viele Jahre ein Osterhase zuständig.
Er erklärte jedes Jahr, die Körbe seien gefüllt, die Nester vorbereitet und alles laufe nach Plan. Niemand durfte die Körbe wiegen. Aber alle sollten an sie glauben.
Der zweite Osterhase war seit kurzem auch auf dem Hof tätig.
Er trug die Körbe, sortierte die übriggebliebenen Eierschalen und reparierte die zerbrochenen Pinsel.
Mehrmals hatte er um Einblick in das Lager gebeten.

Wie viele Eier sind wirklich da?
Welche Versprechen wurden im letzten Jahr gegeben?
Welche Nester müssen diesmal auf jeden Fall beliefert werden?

Doch der Zugang blieb begrenzt.
„Vertrau den Körben“, sagte der erste Hase. „Sie waren immer voll.“
Wie voll genau, blieb sein Geheimnis.
Der Schlüssel zur Scheune hing am Gürtel des Hahns.
Der Hahn wachte darüber wie über seine wichtigste Feder und gab sie nicht aus der Hand.
Er krähte: „Ordnung muss sein“, und meinte damit vor allem Ordnung in seinem Schlüsselbund.

Als das Osterfest näher rückte, legte der erste Osterhase sein Amt nieder.
Mit sofortiger Wirkung.
Er legte auch seinen Pinsel nieder, seine Liste mit Verteilrouten und jede Verantwortung für die Frage, wie viele Eier denn nun wirklich noch da seien.
Damit ging die volle Verantwortung auf den zweiten Osterhasen über.

Was zuvor mühsam erbeten werden musste, wurde jetzt zwingend.
Er musste eine vollständige Übersicht herstellen.
Er musste prüfen, welche Verpflichtungen bestehen.
Er musste bewerten, ob das Osterfest fortgeführt werden kann, also ob noch genug Eier, Farbe und überhaupt Hoffnung vorhanden sind.
Doch mit der Amtsübernahme verschwanden die Blockaden nicht.
Die Scheune blieb verschlossen.
Der Hahn blieb wachsam.
Der Schlüssel blieb dort, wo er immer war, gut sichtbar, aber außer Reichweite.

Der zweite Osterhase fragte nach Beständen.
Nach offenen Verpflichtungen.
Nach Verträgen, die weiterlaufen.
Nach Nestern, die im letzten Jahr ein Eier-Abo versprochen bekommen hatten.

Anstelle belastbarer Antworten entstand eine Kakophonie aus Gegacker.
Einige Hennen erinnerten sich an frühere Jahre mit angeblich überquellenden Nestern.
Andere Hennen stellten neue Forderungen, mehr Körbe, schönere Schleifen, buntere Eier.
Wieder andere planten zusätzliche Verteilrouten in noch entlegenere Gärten und sagten nicht, wer die Eier dafür legen solle.
Doch sie legten keine zusätzlichen Eier.
Sie boten keine Mitarbeit beim Zählen an.
Sie legten keinen Plan vor, der über „Das haben wir immer so gemacht“ hinausging.

Inzwischen waren die Körbe nur noch teilweise gefüllt.
Die Farbe reichte nicht mehr für alle Eier.
Manche Nester würden leer bleiben, auch wenn das offiziell niemand sagen wollte.
Die Verträge mit dem Druckhaus für die bunten Osterplakate liefen weiter.
Die erhöhte Miete für den Hof war verlängert worden, als wären volle Körbe garantiert.
Es waren Verpflichtungen aus vergangenen Entscheidungen, die nun beim zweiten Osterhasen landeten, ohne dass er an ihrer Entstehung beteiligt gewesen war.
Der zweite Osterhase saß abends zwischen halbleeren Farbtöpfen und fragte sich:
Wie soll ich eine Fortführungsprognose für das Osterfest abgeben, wenn ich nicht einmal weiß, wie viele Eier morgen früh im Nest liegen.
Im Handbuch für ordnungsgemäße Osterfeste stand jedenfalls:

Ohne Überblick über Bestände, Verpflichtungen und Möglichkeiten ist jede Prognose nur bemalte Luft.
Um beurteilen zu können, ob das Osterfest fortgeführt werden kann, braucht es vollständige Einsicht, klare Zahlen und gemeinsame Verantwortung.

Wenn der Verantwortliche keinen Zugang zum Lager erhält,
wenn die Hennen nicht liefern,
wenn der Hahn den Schlüssel nicht übergibt,
dann lässt sich keine tragfähige Fortführungsprognose stellen.

Am letzten Abend vor Ostern stand der zweite Osterhase vor der verschlossenen Scheune.
Der Hahn scharrte wichtig im Staub, die Hennen diskutierten über Korbdesigns fürs nächste Jahr.
Der Mond beleuchtete die leeren Körbe und die Farbflecken am Boden.

Und im Ostergarten stellte sich eine Frage, die bisher niemand hatte laut stellen wollen.
Ob das Osterfest organisiert werden kann, war schon lange unklar.
Doch nun stand nicht mehr die Organisation, sondern der Fortbestand selbst zur Debatte.

Disclaimer:
Der vorstehende Text ist eine allegorische Erzählung. Er enthält keine Tatsachenbehauptungen über konkrete Personen oder Vorgänge, sondern beschreibt allgemeine Strukturen und Dynamiken in Organisationen.

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1. 3. 26 - WRWS / DQHA - Judith Kaiser postet auf Facebook:

Judith Kaiser

Der Präsident der DQHA hat sein Amt niedergelegt…,
… nachdem zuvor kommuniziert worden war, dass er bis zur Jahreshauptversammlung im Amt bleiben und an der Aufarbeitung der offenen Punkte mitwirken werde. Aus welchen Gründen der Rücktritt nun in dieser Phase erfolgt ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Mit dem Rücktritt geht die Verantwortung gemäß Satzung auf den Vizepräsidenten über. Der gesetzliche Vorstand besteht aus Präsident und Vizepräsident. Jedes Mitglied des gesetzlichen Vorstandes ist allein vertretungsbefugt.

Die ordentliche Mitgliederversammlung hat laut Satzung innerhalb der ersten vier Monate des Geschäftsjahres stattzufinden. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Mitgliederversammlung ist unter anderem zuständig für die Entgegennahme des Rechenschaftsberichts des Präsidenten, des Finanzberichts des Schatzmeisters sowie für die Entlastung des Präsidiums.
Vor diesem Hintergrund ist die zeitliche Situation anspruchsvoll. Innerhalb eines begrenzten Zeitraums muss ein Überblick über vorhandene Unterlagen, offene Punkte und den aktuellen Stand der Buchhaltung gewonnen werden. Gleichzeitig laufen organisatorische Aufgaben weiter.
Der Vizepräsident ist erst seit dem 13.12. 2025 im Amt. Die Einarbeitung in die neue Aufgabenstellung fällt nun in eine Phase, in der wesentliche Zahlen, Abschlüsse und Zustandsbewertungen aufbereitet und für die Mitgliederversammlung belastbar dargestellt werden müssen.
Die ursprünglich als Online-Veranstaltung geplante Jahreshauptversammlung soll nun verschoben und in hybrider Form durchgeführt werden. Das ist organisatorisch aufwendiger, ermöglicht aber eine breitere Beteiligung.
Ob und in welchem Umfang der aktuelle Zustand des Verbandes valide dargestellt werden kann, hängt maßgeblich davon ab, welche Unterlagen vollständig vorliegen und wie geschlossen innerhalb des Präsidiums zusammengearbeitet wird.
Die Anforderungen sind hoch. Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob Transparenz hergestellt und eine tragfähige Grundlage für weitere Schritte geschaffen werden kann.

Disclaimer:
Dieser Beitrag informiert über eine öffentlich bekannt gewordene personelle Veränderung innerhalb eines Vereinsorgans. Er enthält keine Bewertung von Personen oder Motiven, sondern dient ausschließlich der sachlichen Einordnung der aktuellen Entwicklung aus Sicht eines Mitglieds.

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